2. Einwand: Graspulver machen nur die Hersteller reich

Große Beitragsserie: Einwände und Irrtümer rund um Weizen- und Gerstengraspulver

Einwand Nr. 2: Weizen- und Gerstengraspulver sind doch bestimmt auch nur zwei weitere künstliche Nahrungsergänzungen, die dem Hersteller die Taschen voll machen

Wie wir in dem vorherigen Beitrag erfahren haben, kann der Mensch die herausragenden Inhaltsstoffe der Gräser für sich nutzen. Allerdings nur, wenn er diese in der richtigen Weise konsumiert.

Fakt ist, dass beide Grassorten jede Menge Vitamine und Mineralstoffen sowie sekundäre Pflanzenstoffe und viel Chlorophyll enthalten. Daher ergänzen sie eine gesunde und ausgewogene Ernährung auf idealer Weise, können sie jedoch nicht vollständig ersetzen.

Um die Nährstoffe aufzuschließen, müssen die Gräser entweder sehr gut gekaut, stark zerkleinert (pulverisiert) oder ausgepresst werden. Hier kommt die Herstellung von Weizen- und Gerstengraspulver ins Spiel. Frische Gräser zu pflücken und lange zu kauen ist sicher nicht jedermanns Sache. Auch kommt es bestimmt im Büro nicht gut an, wenn man wie eine Kuh ständig an einem Grashalm herumkaut.

Gerstengraspulver mit künstlichem Vitaminpräparat im Vergleich

Wir schauen uns einfach einmal den Herstellungsprozess von ökologischem Gerstengraspulver an und im Vergleich dazu den Herstellungsprozess eines Drogerie Multi-Vitamins.

Herstellung Gerstengraspulver

Ausgangsmaterial: junge Blätter der Gerste

Erntezeit: Während der frühen Wachstumsphase (während des Wachstums ständige Überwachung der Pflanzen), bevor sich die Samen entwickeln. Dies garantiert die höchste Nährstoffdichte.

Erntemethode: Von Hand geschnitten. Direkter Transport in ein Lager, dort werden sie sortiert, mikrobiell untersucht und sehr gründlich gewaschen.

Trocknung: Dem Gerstengras wird schonend mittels warmer Luft ein Großteil des Wassers entzogen (Lufttrocknungsverfahren).

Mahlen: Nach der Trocknung wird das Gerstengras in feines Pulver vermahlen und gesiebt. Danach erfolgt eine kurze Sterilisation des Pulvers, damit es besonders sicher für den Verzehr wird.

Abfüllen: Vor dem Abfüllen in Dosen oder Verpackungen wird das Pulver noch einmal auf Spuren von Pestiziden oder Schwermetallen untersucht.

Fazit: Im Endprodukt Gerstengraspulver ist somit nichts anderes enthalten als pulverisiertes, getrocknetes Gerstengras.

künstliches Nahrungsergänzungsmittel

Bild: I-vista_pixelio.de

Herstellung isoliertes Vitamin-Präparat

Ausgangsmaterial zur künstlichen Herstellung von:

  • Vitamin A:  petrochemische Grundstoffe (z.B. Erdöl)
  • Vitamin B1: Substanzen aus der Steinkohlenteer-Chemie
  • Vitamin B2: Wird entweder chemisch-synthetisch oder mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen produziert. E-Nummer: 101 (gelber Farbstoff)
  • Vitamin B3: Wird u.a. aus Nikotin mittels Salpetersäure erzeugt
  • Vitamin B5: Wird entweder chemisch-synthetisch oder mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen produziert
  • Folsäure: Chemisch-synthetische Herstellung aus petrochemischen Grundstoffen
  • Vitamin B12: Herstellung durch gentechnisch veränderten Mikroorganismen
  • Vitamin D: Tocopherol wird chemisch-synthetisch gewonnen oder aus Mais, Soja etc. extrahiert; E-Nummer: 306 (Antioxidationsmittel)

Herstellungsprozess: Die Vitamine werden aus dem jeweiligen Ausgangsmaterial (Azelythen, Petroleum, Kohlenteer etc.) synthetisiert: Zusammen mit Salzsäure entsteht durch Fermentation, Erhitzung, Abkühlung und Trocknung das gewünschte Vitaminpulver.

Pressung: Zusammen mit Füll-und Trägerstoffen wird das erhaltene Pulver in Tablettenform gepresst.

Fazit: Im Endprodukt enthalten sind außer dem synthetisierten Vitamin eine Reihe von Zusatzstoffen und Chemikalien. Beispielsweise können je nach Produkt Farbstoffe, künstliche Süßstoffe, Aluminium, Verdickungsmittel, synthetische Antoxidantien, Aromen und Parabene enthalten sein.

Ergebnis des Vergleiches künstliches vs. natürliches Nahrungsergänzungsmittel

Man könnte die Liste der gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe mit Sicherheit noch lange weiterführen. Doch alleine der oben genannte Vergleich zeigt, was sich teilweise hinter den angeblichen „Gesundheits-Pillen“ verbirgt.

Beide Herstellungsverfahren unterscheiden sich enorm. Im Gegensatz zur Gerstengraspulver-Produktion werden bei der synthetischen Herstellung teilweise extrem gesundheitsschädliche Stoffe verwendet. Diese möchte man freiwillig niemals in den Mund nehmen, geschweige denn regelmäßig zum Gesundwerden konsumieren.

Es wird deutlich, dass man ein natürliches Gerstengraspulver auf keinen Fall mit einem synthetischen Vitaminpräparat gleichstellen kann. Die synthetischen Nahrungsergänzungsmittel füllen mit Sicherheit nur die Taschen der Hersteller, da sie uns eher krank statt gesund machen.

chemie

Ob künstliche Vitamine helfen können?

Aber haben künstliche Vitamine nicht die gleiche chemische Struktur wie natürliche?

Bei der künstlichen Herstellung von Vitaminen werden teilweise zusätzliche Elemente angehängt, Elemente ausgetauscht oder die Grundbausteine werden in einer anderen Reihenfolge verknüpft. Selbst bei einer Verknüpfung in der richtigen Reihenfolge (wie in der Natur) können die Bausteine eine andere räumliche Orientierung haben. Außerdem fehlt synthetischen Vitaminpräparaten das Gesamtpaket an Stoffen, die sie zu einem homogenen Ganzen machen (wie es in der Natur vorkommt). Es handelt sich immer um isolierte Bestandteile. Auch wenn sie sich manchmal nur um ein winziges (aber entscheidendes) Detail unterscheiden, kann unser Körper sie nicht wie ein natürliches Nahrungsmittel verwerten.

Natürliche Vitamine sind immer eingebunden in einen natürlichen Zusammenhang mit sehr vielen anderen Nährstoffen. Unser Körper erkennt natürliche oder künstliche Stoffe und kann zwischen diesen unterscheiden. Während wir natürliche Vitamine verwerten können, sind synthetische Vitamine dagegen für den menschlichen Körper Fremdstoffe. Aus diesem Grund haben natürliche Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel so gut wie keine Nebenwirkungen, wohingegen künstliche Vitaminpräparate uns krank machen können.

Das zeichnet somit ein gutes, natürliches Produkt aus:

Vorteile der komplexen Naturprodukte im Vergleich zum künstlichen Nahrungsergänzungsmittel (Vitaminen und Mineralien)

  • Deutlich höhere Bioverfügbarkeit (Ausmass und Geschwindigkeit, mit welchen ein Wirkstoff aus einer Arzneiform in den Blutkreislauf gelangt) von Vitaminen und Mineralstoffen
  • natürliche Vitamine und Antioxidantien werden vom Körper viel besser aufgenommen
  • Bessere Stoffaufnahme im Körper (Resorption)
  • Pflanzenbegleitstoffe und Vitaminvorstufen verstärken die Wirkung
  • Keine Nebenwirkungen oder unkalkulierbaren (allergischen) Reaktionen
  • generell sehr gute Verträglichkeit
  • optimales Verhältnis von Preis und Leistung
  • natürliche sekundäre Pflanzenstoffe erleichtern viele Stoffwechselprozesse

Nur bioverfügbare Mineralien werden vom Körper aufgenommen – künstliche dagegen werden „ungenutzt“ ausgeschieden oder können schaden.Quellenangaben:

Bio Gerstengras Pulver

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamine-kuenstliche-gefaehrlich-ia.html

Multivitamin Präparate – Dosierung und Bioverfügbarkeit

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/brigitte-hamann/warum-sie-synthetische-vitamine-und-mineralstoffe-unter-allen-umstaenden-vermeiden-sollten-.html

http://www.femininundfit.de/content/wie-werden-synthetische-vitamine-hergestellt

https://www.barcoo.com/news/pillen-aus-teer-so-werden-synthetische-vitamine-hergestellt

https://www.vitalundfitmit100.de/natuerliche-vs-synthetische-nahrungsergaenzunghttp://www.zeit.de/2010/22/E-Vitamine

Bildquellenangaben:

I-vista  / pixelio.de

 

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